Dienstag, 12. Juli 2011

Bandito

Ein Blick in die Kleiderschränke der Kinder hat mich davon überzeugt, dass wir keine Sommerkleider mehr brauchen. Dafür hat meine Tochter zwei Sweatjacken irgendwo liegen gelassen, so dass es mal wieder Zeit für eine Bandito war. Ich habe mich für eine wärmere Version entschieden und nach Nell's Vorbild eine Wendejacke aus Jersey genäht:



Als ich den Zwergenjersey sah, dachte ich anfangs, unsere Töchter seien zu alt für solche Muster. Aber nein, genau der musste es für die bald 8-jährige sein! Diese Seite  hat seitliche Eingriffstaschen.




Auf der anderen Seite sind es Herztaschen geworden. Ausserdem habe ich an der warmen Sonne viele Wochenblümchen mit halber Garndicke gehäkelt, so dass alle auf der Jacke Platz fanden: 




Fotos am Modell gibt es heute bei diesen Temperaturen verständlicherweise nicht.

Liebe Grüsse
Priska

Dienstag, 5. Juli 2011

Mal neue Schnittmuster ausprobiert

Doch zuerst zwei andere Bilder, unsere Nachbarin hat geschminkt:



Ich neige dazu, bewährte Schnittmuster immer wieder zu verwenden - obwohl sich vor allem Schnittmusterhefte mit Sachen, die ich unbedingt machen will, nur so stapeln. Nun habe ich aber endlich mal was neues ausprobiert. Anlass war die Tanzaufführung meiner Tochter, die eine rote Tunika  erforderte. Es ist ein Schnitt aus der vorletzten? Burda geworden, etwas abgeändert:






Nach dem selben Schnittmuster ist gleich noch ein T-Shirt entstanden. Dieses Burdashirt ist etwas weiter geschnitten als jene von Farbenmix, ohne dass die Schultern überhängen, was meiner Tochter sehr behagt. Darauf festgehalten eines ihrer Lieblingswörter:


Und da ich schon mal beim Ausprobieren war, habe ich gleich noch zum ersten Mal eine Pitt genäht. Ich habe diesem Schnitt - völlig zu Unrecht, wie sich jetzt gezeigt hat - nie ganz getraut, obwohl ich die Form auch für Mädels super fand. Meine Tochter trägt in der Weite eine 128 bis 134 (gekaufte Kleidung), für Pitt hat die 116 gereicht. Die Hose ist aus Tactel: 







Ausserdem hab ich jetzt auch die Kamsnaps entdeckt und schaffe es endlich, Druckknöpfe sauber anzubringen. Wirklich eine tolle Sache für meine Knopfmuffel! Ach ja, und nach über einem Jahr intensiveren Nähens habe ich endlich gemerkt, dass sich viel Zeit beim Zuschneiden sparen lässt, wenn man beim Abpausen des Schnittmusters die Nahtzugaben gleich hinzufügt ....


Liebe Grüsse
Priska
Ich will auch ein Foto im Blog! Das Kleid (Oona)gehört zwar meiner Schwester, aber wenn Du mir nie was nähst ....!

Samstag, 25. Juni 2011

Zucka und Lore

Nach einer aufregenden Zeit für uns, diversen Gartenarbeiten, ein paar gelesenen Büchern und schönen Stunden an der Sonne habe ich mich auch mal wieder an die Nähmaschine gesetzt. Entstanden sind ein Zucka und ein Loretop:



Für das Loretop hatte ich die Idee, die Träger aus einem schönen Gummiband zu nähen und dachte, das sei eine besonders schnelle Lösung. War's aber nicht: beim Nähen ist mir dauernd der Nähmaschinenfuss abgerutscht und auch die richtige Spannung des Elastiks zu finden, war nicht ganz einfach. Zum Schluss hat es aber geklappt und ich finde, das Band passt gut zu dem feinen Viscosejersey.





Nach der etwas längeren nähfreien Zeit (ich bin richtig darüber erschrocken, wie lange!) bin ich mit meinen Projekten ganz schön in Rückstand geraten. Am besten setze ich mich also gleich wieder an die Maschine!

LG Priska

Freitag, 20. Mai 2011

Die Lieblingsfarbe meiner Jüngsten ist


gelb, aber Kleider dürfen gerne pinkfarben sein :-)!  So ist über einen etwas längeren Zeitraum eine pink-blaue Kombi entstanden, dessen Einzelteile sich gut zusammen und mit anderen Teilen kombinieren lassen:


Die Kombi besteht aus Armycap, Bandito, Noemie, Ottobre-Blüschen, einer Bluse aus einer alten Bizz-Kidz (gibt es die überhaupt noch?), einer Nala-Leggings, Uljanarock und Dortje. Die meisten Teile sind nicht sehr aufwändig verziert, ich mag's auch immer mal wieder etwas einfacher - geht ja auch viel schneller zum  Nähen.... ;-)

Hier noch einige Detailfotos mit und ohne Kind:

















So, das war's schon. Im Moment tue ich mich etwas schwer mit Nähen, es zieht mich einfach mit aller Macht nach draussen in die warme Sonne!

 Ich wünsche allen ein schönes Wochende!

Liebe Grüsse Priska

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Freitag, 6. Mai 2011

Cut-it-Antonia und Henry im Queenie-Stil

Nachdem meine Grosse in letzter Zeit eher nach "cooler" Kleidung verlangte, suchte sie sich diesmal den schönen Erdbeerjersey aus. Alleine war er mir allerdings etwas zu erdbeerig und so ist dann mit den Kombistoffen mal wieder eine schlichte  Cut-it-Antonia entstanden:



Auf Verzierungen habe ich verzichtet, ich fand die bei uns seltene rot-blau Kombination einfach zu schön. Schade ist der rotgepunktete Jersey nun aufgebraucht, ich liebe diesen Rotton! 


Für die Hose habe ich dann doch ein klein wenig gepimpt. Die Henry habe ich à la Queenie zugeschnitten und unten und oben mit Bündchen versehen, auch die Grosse wollte mal "Bequemhosen" :-)! 




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Zum Schluss von heute ein herzliches Willkommen allen LeserInnen und BesucherInnen meines Blogs und ein liebes Dankeschön für die Kommentare! Ich habe mich riesig darüber gefreut - und bin auch etwas erschrocken, dass hier tatsächlich jemand vorbeischaut! Würde mich freuen, wenn's so bleibt ;-)

Liebe Grüsse, Priska

Mittwoch, 27. April 2011

Carrélein,

ein wunderschöner Blusenschnitt von Brigitte, das e-book gibt es ab morgen bei farbenmix zu kaufen. Das Blüschen ist ganz einfach zu nähen und so wunderbar wandelbar, dass es sicher für jedes Mädchen jeden Alters und für alle Gelegenheiten eine passende Variante gibt!

Zum Beispiel ärmellos und etwas aufwendiger bestickt:








oder mit Puffärmelchen, bis auf eine kleine Zackenborde völlig unverziert, so dass nur die schönen Stoffe wirken:








oder eine Variante für Grössere, wieder ärmellos und  mit einem kleinen Detail, das bei dem einfachen Schnitt schön zur Geltung kommt (das Blüschen hier ist leicht A-förmig zugeschnitten):





Das Kettchen ist abnehm- bzw. auswechselbar und gibt der Bluse immer wieder ein anderes Aussehen. 

Im e-book sind noch mehr Varianten beschrieben, für kleine Grössen mit einfach zu arbeitendem Verschluss, die grösseren sind einfach zum Überziehen. Wir lieben diesen Schnitt!

Und einfach, weil es mir so gut gefällt, zwei Gartenbilder:



Dienstag, 19. April 2011

Es gibt Tage,

da sollte ich mich nicht an die Nähmaschine setzten, oder mindestens wissen, wann es Zeit zum Aufhören ist. Dabei wollte ich nur schnell eine einfache Hosen-Shirt Kombi nähen. Schnell, weil es nicht gerade frühlingshafte Stoffe waren, die ich dafür vorgesehen hatte und draussen schon beinahe Sommertemperaturen herrschten. 
Die Fehler begannen schon vor dem Nähen. Weil Tochter kräftig gewachsen war, pauste ich die nächste Grösse (134/140) des Hosenschnittes Zorra (die schmale Version, die bisher immer super passte) ab, veränderte die Kniepartie und verlängerte sie auf eine lange Hose. Hosenteile ausschneiden und ohne Reissverschluss zusammennähen. Immerhin kam mir in den Sinn, die Hose vor dem Annähen des Bundes noch anzuprobieren. 
Das Resultat: viel zu weit und viel zu kurz! Ich hätte es wirklich besser wissen müssen, die Farbenmixhosen werden in den grossen Grössen immer viel zu weit für uns!



Und beim Nähen hatte ich mich noch gewundert, weshalb die Kniepartie so tief unten sass. Na gut, Hose bis zu den Knien verschmälern und unten verlängern - anprobieren. Resultat: ohne Reissverschluss passt Tochter nicht mehr hinein und unten immer noch viel zu kurz (was messe ich bloss zusammen). Auftrennen, Reissverschluss einnähen, Hose nochmal verlängern, anprobieren- ah, endlich, Bund dran - fertig, in jeder Hinsicht :-)!


Hose: etwas Zorra, etwas Nonita, ein bisschen Romina (Unicoom) und ein bisschen eigenes - man beachte den "originellen" Beinabschluss

Als nächstes, einige Tage später, das T-Shirt, eine Noemie. Ich hatte da noch dieses Stück Ringeljersey, der super passte und gerade knapp und wirklich auf den cm reichte. Vom Langarmschnittmuster, das ich  mal gemacht habe, wollte ich etwas breitere Ärmel: Schnittmuster auf Stoff legen, Ärmel 1 cm breiter zuschneiden, zweiten Ärmel auflegen - Ablenkung, weitermachen - die Zugabe vergessen, nach 5 cm schneiden bemerkt. Ich weiss nicht, weshalb ich nicht einfach auf diesen lächerlichen cm verzichtet habe. 
Jedenfalls, da ich keinen Schnipsel des Stoffes übrig hatte, habe ich mich zum Patchen entschlossen: oben beim Ärmel einen andersfarbigen Einsatz, den Originalstoff unten am Ärmel ansetzen und zurechtschneiden. Gesagt, getan, dabei vergessen, dass es Nahtzugaben braucht. Das Patchstück musste nun gerade bei beim Achselübergang angesetzt werden. (Auch hier, es hätte einfache Wege gegeben, aber es war einfach nicht mein Tag). Nun habe ich also versucht, an dieser Stelle zwei furchtbar rollende Jerseys sauber aneinanderzunähen. In Kurzform, was noch alles schiefgelaufen ist:

- falsche Teile zusammen genäht
- die richtigen Teile falsch rum zusammengenäht
- links auf rechts zusammengenäht
- Teile völlig verschoben zusammengenäht 
- noch einmal verschoben zusammengenäht, diesmal durch zurechtschneiden korrigiert, dabei
- bei der Achsel eine Ecke abgeschnitten - einfach ein Stück angenäht und wieder zurechtgeschnitten

Und dann hatte ich es tatsächlich geschafft, einen Ärmel herzustellen. Ich habe von ungefähr morgens um 10 bis abends um 6 (mit einigen Unterbrechungen) genäht. Dann nahm ich eine Woche Nähpause, bevor ich mich an den Rest getraute (der dann wieder problemlos klappte).

Wahrscheinlich hat niemand bis hierhin gelesen, aber das musste ich mir einfach von der Seele schreiben :-)). Und hier das Resultat (auf dem Bild der rechte Ärmel):





Na, so schlimm sieht es ja nicht aus!